Lobbyismus in Deutschland und Europa

Politikbeeinflussung als Gefahr für die Demokratie

Ein Seminar aus der Kategorie "Politik für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer"

BZK-0128-1912
Termin

20.–22.03.2019

Teilnahmegebühr

€ 45,00

Status

Warteliste

Veranstalter
Arbeitskammer/BZK
Zielgruppen
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
SBFG-AZ
D7-3.2.2-K-02-2919
Freistellung
SBFG
Referent
Inhaltsbeschreibung

Den Teilnehmenden wird vermittelt, dass Lobbygruppen, Denkfabriken, Kommunikationsberater und PR-Agenturen eine immer größere Rolle in Politik und Öffentlichkeit spielen. Sie beschäftigen sich mit der Politikbeeinflussung durch Lobbyisten in Deutschland und Europa und verschaffen sich ein umfassendes Bild von deren Arbeitsweise.

Ihnen wird bewusst, dass diese Politikbeeinflussung häufig unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Sie lernen Vorschläge kennen, wie die Transparenz des Lobbyismus und die Ausgewogenheit der Politik gestärkt werden können. Sie gewinnen ein besseres Verständnis über die Strategien von Lobbyisten und entwickeln gemeinsam Ideen, wie man sich für mehr Demokratie und gegen einseitige Einflussnahme einsetzen kann.

Die Teilnehmenden können Diskursstrategien von Lobbyisten besser hinterfragen und lernen Vorschläge für mehr Transparenz und Lobbyregulierung kennen. Sie erarbeiten sich so eine differenzierte Kritik des Lobbyismus, die sich von pauschalem „Politik-Bashing“ unterscheidet und sie befähigt, sich für mehr Demokratie und mehr Ausgewogenheit einzusetzen.

Es wird dargestellt, dass in Deutschland und Europa auch die Zahl der Denkfabriken, die auf Politik und Öffentlichkeit einwirken, zugenommen hat. Insbesondere Neoliberale arbeiten seit den 1940er Jahren weltweit gezielt am Aufbau eigener Organisationen. Es wird vermittelt, dass Denkfabriken nicht per se schlecht sind. Allerdings fehlt aktuell eine kritische Auseinandersetzung mit ihren Zielen, Eigeninteressen und Einflussstrategien. Besonders heikel ist es, wenn sie direkt an der Politikformulierung beteiligt werden oder ihre Finanzierung unklar bleibt.

Auch neue „Reforminitiativen” sind Thema des Seminars, wie die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” der Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände. Sie geben sich gerne bürgernah und überparteilich. Sie kopieren zivilgesellschaftliche Vorgehensweisen und verschleiern, dass sie nur eine Minderheit und vor allem ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen vertreten.


Wir veröffentlichen regelmäßig einen Newsletter zu Themen, Angeboten und Veranstaltungen der Arbeitskammer Saar.

Newslettersystem der Arbeitskammer