Frauen in der rechtsextremen Szene

Eine Randerscheinung oder eine unterschätzte Gefahr?

Ein Seminar aus der Kategorie "Politik für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer"

BZK-0175-2113
Termin

29.–31.03.2021

Teilnahmegebühr

€ 45,00

Status

offen

Veranstalter
Arbeitskammer/BZK
Zielgruppen
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
SBFG-AZ
D7-3.2.2-K-02-0221
Freistellung

SBFG

Referentin
Inhaltsbeschreibung

SeminarfotoAuch wenn durch die Anklage von Beate Zschäpe im NSU-Prozess in München das Thema rechtsextreme Frauen wieder mehr in den medialen und gesellschaftlichen Fokus gerückt ist, bleibt das Antlitz des modernen Rechtsextremismus männlich. Obwohl Frauen in der männerdominierten Neonazi-Bewegung seit einigen Jahren zunehmend selbstbewusster auftreten, bleiben sie relativ unsichtbar. Bei den Enthüllungen über den NSU wurde offenbar, dass rechte Frauen auch vor terroristischen Aktionen nicht zurückschrecken. Rechtsextremen Frauen gelingt es nach wie vor, besser „unsichtbar“ zu bleiben und ihre menschenverachtende Ideologie auf eine „nettere“ Art in die Gesellschaft zu tragen.


In Deutschland gelangen Populisten in die Parlamente und propagieren scheinbar einfache Lösungen. Häufig ist der Populismus verbunden mit Hetze gegen Flüchtlinge und anderen Minderheiten sowie einer übermäßigen und gefährlichen Politikerschelte. Rechtsextremes Gedankengut ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – und gerade auch bei Frauen.


LERNZIEL

Ziel des Seminars ist die grundlegende Auseinandersetzung mit der Thematik der gesellschaftlichen Diskriminierung von Frauen unter dem Aspekt von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Dabei wird die grundsätzliche Frage aufgeworfen, inwieweit von rechtsextremen Frauen eine besondere, „unsichtbare“ gesellschaftliche Gefahr ausgeht. Wie können sich Frauen zu dieser Lage verhalten, bzw. welche Haltung nehmen sie dazu ein? Am Beispiel der extremen Rechten wird im Seminar ausgeführt, dass Geschlecht und Sexualität innerhalb rechter Ideologien eine Normierung erfahren, um die Grundlage einer „Volksgemeinschaft“ zu bilden. Diese existierte real zwar zu keinem Zeitpunkt, jedoch wird sie zu einem anzustrebenden Ideal hochstilisiert. Die Teilnehmenden sollen mit ihrer eigenen Haltung und den eigenen Standpunkten in vielen unterschiedlichen Situationen, in der nur kurze Zeitfenster zum Klären der Kommunikationssituation vorhanden sind, sprechfähig werden.

Weitere Informationen

Ganztagesseminar.

Beginn: jeweils 9.00 Uhr - Ende: 17.00 Uhr


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